Katholische Pfarrgemeinde Sankt Anna Hermerath (Neunkirchen-Seelscheid), Erzbistum Köln
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Seelscheider Schusterjungen setzen Wegekreuz instand

An der oberen Bergstraße in Seelscheid, zwischen den Häusern Nr. 1a und 3, befindet sich ein Wegekreuz, das die Seelscheider Schusterjungen wieder instand gesetzt haben. Diese Denkmalgruppe wird am 26. Mai 2019 um 12:15 Uhr vom katholischen Pfarrer Martin Wierling und dem evangelischen Pfarrer Carsten Schleef neu eingesegnet. Dazu laden die Schusterjungen alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich ein. Wer noch Zeit hat, ist im Anschluss an die Einsegnung zu einem gemütlichen Beisammensein am Schusterhäuschen an der katholischen Kirche eingeladen.

Die heutige Denkmalgruppe befindet sich an der Stelle eines alten Wegekreuzes, das im Volksmund Leienkreuz genannt wurde. Der Autor Dieter Siebert Gasper schreibt dazu im Jahrbuch Nummer 13 von 1998 des Heimat- und Geschichtsvereines Neunkirchen-Seelscheid, dass dieses erste Kreuz auf die Bergische Beamtenfamilie Ley zurück geht, aus welcher die Stifterin des Kreuzes stammen soll. Sie starb 1697 auf ihrem Gut zu Leienhof.

Dessen Stelle nahm ein weiteres Kreuz ein, das laut Inschrift von dem ehrsamen Junggesellen Peter Schwamborn vom Pützerhof zu Ehren des bitteren Leidens Christi gestiftet wurde und von seinen vier Brüdern am 23. Mai 1823 errichtet worden ist.

Im Jahr 1956 haben die Eheleute Oberhäuser-Laufenberg das Denkmal in der heutigen Bauart errichten lassen. Auf dem im Jahrbuch von 1998 gezeigten Foto steht dieses Kreuz noch allein auf weiter Flur und ist von stattlichen Birken eingerahmt.

Eine Besonderheit des heutigen Wegekreuzes von 1956 ist, dass in den Steinboden vor dem Kreuz das Vorgängerkreuz der Schwamborn-Brüder vom Pützerhof eingelassen ist. Im Zuge der Instandsetzung haben die Schusterjungen dieses Kreuz „geborgen“, gereinigt und wieder in den neu verlegten Natursteinboden eingepasst. Es liegt nun seit Karsamstag diesen Jahres auf einem Schotterbett und umrahmt von weißem Kies vor dem neuen Kreuz. Dessen Christus-Korpus haben Adelheit Alefelder und ihr Sohn Frank in neuem Glanz erstrahlen lassen.

Die Seelscheider Schusterjungen freuen sich, dass sie mit der Einsegnung des Leienkreuzes ein weiteres Projekt erfolgreich abschließen können und danken den Spendern, die ihre Arbeit seit Jahren unterstützen und bei diesem Projekt vor allem Max Heinen, der mit seinem Baggereinsatz im wahrsten Sinne des Wortes „Grund“ in die Instandsetzungsarbeit gebracht hat.

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